Was sind Bildungslandschaften?

Am 10.10.2018 haben wir unsere Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf eröffnet. Doch was sind eigentlich die Bildungslandschaften und vor allem, braucht Marzahn-Hellersdorf das eigentlich? Diese und weitere Fragen probieren wir so kurz und knapp wie möglich zu beantworten.

Bildungsverbund aus Schulen, Wirtschaft, Vereinen und Initiativen

Ziel der Bildungslandschaften ist es, einen Bildungsverbund aufzubauen und zu betreuen, der alle Parteien und „Stakeholder“ rund um das Thema Schule mitdenkt und miteinander verbindet. Am Ende sollen damit alle Schüler*innen durch gezielte und vernetzte Angebote den für sie größtmöglichen Bildungserfolg erreichen können. Dafür haben wir einen Verbund aus über 25 Schulen aus Marzahn-Hellersdorf, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Abteilungen Schulen, Sport, Jugend & Familie und Wirtschaft, Straßen & Grünflächen), dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis, dem Bezirkselternausschuss und dem Bezirksschulbeirat sowie 4 Vereinen gegründet.

Gemeinsam haben sich alle Partner der Bildungslandschaften auf drei Kernthemen verständigt, in denen Angebote an den Schulen implementiert werden sollen:

  • flächendeckende Unterstützung von Schüler*innen
  • talentorienterte Begeisterungen von Schüler*innen
  • Begleitung an den Übergängen zwischen den Bildungsinstitutionen

Um Ideen in die Praxis zu implementieren und zwischen den Partnern zu vermitteln, sollen Bildungslandschaftsmanager*innen an den Schnittstellen zwischen den Partnern Informationen transportieren, Kommunikation erleichtern und die Implementierung konkreter Angebote unterstützen.

Unterstützen, begeistern und Übergänge begleiten

Die drei Kernthemen der Bildungslandschaften bieten den Rahmen für Angebote durch die ALLE Schüler*innen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Herausforderungen gefördert und gefordert werden können. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Übergängen zwischen den Institutionen, da hier insbesondere Schüler*innen mit sozial schwächerem Hintergrund benachteiligt sind. Durch diese Potentialverluste des Systems werden nicht nur individuelle Bildungsbiographien erschwert und eine Divergenz der Gesellschaft herbeigeführt, sondern auch der Fachkräftemangel verstärkt. Die Akteure des Bezirks Marzahn-Hellersdorf haben sich entschieden, sich diesen Potentialverlust nicht mehr leisten zu wollen und damit dem Fachkräftemangel und der sozialen Divergenz entgegenzutreten.

Aber was heißt das konkret?

Ein Beispiel für Angebote, die den Übergang zwischen der Oberschule und Ausbildung, Studium und Beruf begleiten sind Formate wie „Leben nach dem Abitur“ oder „Unternehmen an die Schule“. Sie sollen die Schüler*innen informieren und sie mit der lokalen Wirtschaft in Verbindung bringen. Doch der Übergang beginnt nicht erst im Jahr vor dem Abschluss. Auch über Praktikumsplätze und Sommerjobangebote, die über ein zentrales Portal an die Schüler*innen kommuniziert werden, sollen schon frühzeitig Brücken zwischen Schüler*innen und Unternehmen gebaut werden.

Fit fürs Gymnasium als erstes bezirksweites Beispiel

Nachdem geeignete Formate entwickelt und getestet wurden, gilt es diese an möglichst viele Partner der Bildungslandschaften weiterzugeben. Als erstes Beispiel wurden im 2. Schulhalbjahr die Kurse „Fit fürs Gymnasium“ an allen Gymnasien der Bildungslandschaften implementiert. Durch dieses Angebot werden Schüler*innen gezielt beim Übergang zwischen Grund- und Oberschule unterstützt. Sie lernen das Setting eines Gymnasiums sowie Lernmethoden und -techniken kennen, die ihnen den Start am Gymnasium erleichtern. Und das Beste an den Kursen: Sie sind für die Grundschüler*innen und Grundschulen komplett kostenfrei, da das Programm von den Gymnasien finanziert wird.
Um auch die zukünftigen Schüler*innen der Sekundarschulen zu fördern, werden gerade äquivalente Konzepte für den Übergang auf die Sekundarschule entwickelt.

Welche Schulen sind dabei?

Auf der folgenden Karte sind die aktuellen Partnerschulen der Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf zu sehen. Der Verbund wird jedoch stetig erweitert, um bald alle Schulen des Bezirks fördern zu können.