Kick-off-Veranstaltung der Initiative SMARTzahn-CLEVERsdorf


Am 10.12.2019 um 15:30 Uhr wurde unsere Initiative „SMARTzahn-CLEVERsdorf“ feierlich eröffnet. Gemeinsam mit dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und der Wirtschaftsförderung setzen wir uns dafür ein, den Schüler*innen Marzahn-Hellersdorfs den Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu erleichtern und somit Schule und lokale Wirtschaft enger zusammenzubringen. Im Bezirklichen Informationszentrum fanden sich Vertreter*innen aller Marzahn-Helllersdorfer Oberschulen, Vertreter*innen aus der lokalen Wirtschaft und weiteren Interessengruppen (Bezirkselternausschuss, Jugendberufsagentur, Bildungsträger und anderen Bildungsinitiativen) zusammen, um bestehende Formate weiterzuentwickeln, Ideen auszutauschen und sich zu vernetzen.

Formate, die für echte Praxisnähe sorgen

Ziel der Initiative ist es Formate zu entwickeln, die Schüler*innen einen praxisnahen und realistischen Eindruck der Berufswelt vermitteln. Dazu werden systematisch lokale Unternehmen eingebunden, um somit Hemmschwellen der Kontaktaufnahme und Barrieren des Übergangs in die Berufswelt abzusenken. Bestehende Informationsbarrieren zwischen Schulen und Unternehmen werden dabei sowohl durch die Formate an Schulen im Bezirk, als auch durch die für die Initiative eingestellten Bildungslandschaftsmanagerinnen Julia Friedrich und Manja Finnberg überwunden. Die Bildungslandschaftsmanagerinnen transportieren Informationen über Interessen, Termine, Zielgruppen, Angebote von Schulen an Unternehmen und andersherum. Sie bilden die Schnittstelle, die den Informationstransfer zwischen den beiden Welten sicherstellen.

Online-Portal als digitale Schnittstelle

Als digitale Schnittstelle zwischen Schulen und Unternehmen entwickeln wir in der Initiative ein Online-Portal mit einer Stellenbörse für lokaler Unternehmen sowie einem Serviceportal, welches Informationen und Ansprechpartner*innen zu verschiedensten Themen transparent darstellt. In der Stellenbörse werden insbesondere Stellen veröffentlicht, die für Schüler*innen und Absolventen von Bedeutung sind. Über diese Praktikums- und Azubistellen sowie Werkstudentierenden- und Ferienjobs können junge Menschen einen einfachen Zugang zur Arbeitswelt finden.

Was sind Bildungslandschaften?

Am 10.10.2018 haben wir unsere Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf eröffnet. Doch was sind eigentlich die Bildungslandschaften und vor allem, braucht Marzahn-Hellersdorf das eigentlich? Diese und weitere Fragen probieren wir so kurz und knapp wie möglich zu beantworten.

Bildungsverbund aus Schulen, Wirtschaft, Vereinen und Initiativen

Ziel der Bildungslandschaften ist es, einen Bildungsverbund aufzubauen und zu betreuen, der alle Parteien und „Stakeholder“ rund um das Thema Schule mitdenkt und miteinander verbindet. Am Ende sollen damit alle Schüler*innen durch gezielte und vernetzte Angebote den für sie größtmöglichen Bildungserfolg erreichen können. Dafür haben wir einen Verbund aus über 25 Schulen aus Marzahn-Hellersdorf, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf (Abteilungen Schulen, Sport, Jugend & Familie und Wirtschaft, Straßen & Grünflächen), dem Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis, dem Bezirkselternausschuss und dem Bezirksschulbeirat sowie 4 Vereinen gegründet.

Gemeinsam haben sich alle Partner der Bildungslandschaften auf drei Kernthemen verständigt, in denen Angebote an den Schulen implementiert werden sollen:

  • flächendeckende Unterstützung von Schüler*innen
  • talentorienterte Begeisterungen von Schüler*innen
  • Begleitung an den Übergängen zwischen den Bildungsinstitutionen

Um Ideen in die Praxis zu implementieren und zwischen den Partnern zu vermitteln, sollen Bildungslandschaftsmanager*innen an den Schnittstellen zwischen den Partnern Informationen transportieren, Kommunikation erleichtern und die Implementierung konkreter Angebote unterstützen.

Unterstützen, begeistern und Übergänge begleiten

Die drei Kernthemen der Bildungslandschaften bieten den Rahmen für Angebote durch die ALLE Schüler*innen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Herausforderungen gefördert und gefordert werden können. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf den Übergängen zwischen den Institutionen, da hier insbesondere Schüler*innen mit sozial schwächerem Hintergrund benachteiligt sind. Durch diese Potentialverluste des Systems werden nicht nur individuelle Bildungsbiographien erschwert und eine Divergenz der Gesellschaft herbeigeführt, sondern auch der Fachkräftemangel verstärkt. Die Akteure des Bezirks Marzahn-Hellersdorf haben sich entschieden, sich diesen Potentialverlust nicht mehr leisten zu wollen und damit dem Fachkräftemangel und der sozialen Divergenz entgegenzutreten.

Aber was heißt das konkret?

Ein Beispiel für Angebote, die den Übergang zwischen der Oberschule und Ausbildung, Studium und Beruf begleiten sind Formate wie „Leben nach dem Abitur“ oder „Unternehmen an die Schule“. Sie sollen die Schüler*innen informieren und sie mit der lokalen Wirtschaft in Verbindung bringen. Doch der Übergang beginnt nicht erst im Jahr vor dem Abschluss. Auch über Praktikumsplätze und Sommerjobangebote, die über ein zentrales Portal an die Schüler*innen kommuniziert werden, sollen schon frühzeitig Brücken zwischen Schüler*innen und Unternehmen gebaut werden.

Fit fürs Gymnasium als erstes bezirksweites Beispiel

Nachdem geeignete Formate entwickelt und getestet wurden, gilt es diese an möglichst viele Partner der Bildungslandschaften weiterzugeben. Als erstes Beispiel wurden im 2. Schulhalbjahr die Kurse „Fit fürs Gymnasium“ an allen Gymnasien der Bildungslandschaften implementiert. Durch dieses Angebot werden Schüler*innen gezielt beim Übergang zwischen Grund- und Oberschule unterstützt. Sie lernen das Setting eines Gymnasiums sowie Lernmethoden und -techniken kennen, die ihnen den Start am Gymnasium erleichtern. Und das Beste an den Kursen: Sie sind für die Grundschüler*innen und Grundschulen komplett kostenfrei, da das Programm von den Gymnasien finanziert wird.
Um auch die zukünftigen Schüler*innen der Sekundarschulen zu fördern, werden gerade äquivalente Konzepte für den Übergang auf die Sekundarschule entwickelt.

Welche Schulen sind dabei?

Auf der folgenden Karte sind die aktuellen Partnerschulen der Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf zu sehen. Der Verbund wird jedoch stetig erweitert, um bald alle Schulen des Bezirks fördern zu können.

Falls Sie unsere Arbeit und unsere Vision ansprechend finden, können Sie uns durch eine Spende unterstützen, damit wir mehr von unseren Ideen an unsere Partnerschulen bringen können. Falls Sie sich eine spezifische Verwendung der Spende wünschen, geben Sie das bitte im Verwendungszweck an.

Kontoinhaber: Schlaufuchs Berlin e.V.
IBAN: DE78 1009 0000 2719 3040 04
BIC: BEVODEBBXXX

Eröffnung der Bildungslandschaften Marzahn-Hellersdorf

Am 10.10.2018 sind im Schloss Biesdorf feierlich die Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf eröffnet worden. 25 Schulen, 4 Sportvereine, der Bezirksschulbeirat, der Berzirkselternausschuss und der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis werden zukünftig miteinander kooperieren. Alle gemeinsam beschließen damit Berlins größten Bildungsverbund.

Zusammen mehr erreichen
Die verschiedenen Schulen, lokalen Vereine und Projektpartner unterschiedlicher Ausrichtung wollen an einem Strang ziehen, um im Bezirk durch vernetztes Arbeiten mehr und mehr Angebote für alle Schüler*innen zu etablieren. Dabei werden in den Handlungsfeldern „Unterstützen“, „Begeistern“ und „Übergänge begleiten“ gemeinsam Ziele gesteckt und Projekte umgesetzt. Die Bildungslandschaftsmanager sollen die Einrichtungen miteinander vernetzen, Ideen aufgreifen und Projekte initiieren.

Gekommen, um zu bleiben
Die Bildungslandschaften für Marzahn-Hellersdorf sind aber kein einmaliges Projekt, sondern eine Kooperation für die Zukunft. Durch vernetzte Zusammenarbeit sollen die Kinder im Bezirk entlang ihres gesamten Bildungswegs unterstützt, begeistert und begleitet werden. Nach und nach werden weitere Schulen in die Bildungslandschaft integriert, sodass irgendwann möglichst alle Schulen des Bezirks miteinander in einem Bildungsverbund kooperieren, damit alle Schüler*innen gleichermaßen durch die entstandenen Angebote profitieren können.

Welche Rolle spielt Schlaufuchs Berlin?
Schlaufuchs Berlin übernimmt die kostenfreie Beratung der Mitglieder des Bildungsverbundes und die Koordination der Bildungslandschaftsmanager. Durch unsere Zusammenarbeit mit verschiedenen Schulen in Berlin, Vereinen und anderen Partnern haben wir in den letzten Jahren ein Netzwerk aufgebaut, dass die Schulen bereichern kann. Denn Schule ist mehr als ein Ort, wo Mathe, Deutsch und andere Fächer unterrichtet, Hausaufgaben aufgegeben und Prüfungen geschrieben werden. Schule ist Schule ist ein Lebensraum (oder sollte es zumindest sein) und nach Möglichkeit auch ein Lebensraum, in dem man sich und seine Fähigkeiten frei entfalten kann, um zu Lernen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und ein soziales Netz ganz offline um sich herum aufzubauen. Schule zu diesem Lebensraum zu machen ist unsere Mission.