Begeisterung und Forscherdrang wecken.

Wie wir in Zeiten von Corona neue Impulse fürs Lernen schaffen können.

Der Status Quo und die Frage nach der Lernmotivation.

In vielen Haushalten zeigt sich aktuell ein ähnliches Bild. Die Eltern versuchen den Spagat zwischen Home-Office, Betreuung und Haushalt hinzubekommen, während die schulpflichtigen Kinder über den zum Teil sehr vielen Homeschooling-Aufgaben sitzen, die ihnen die Schule bestenfalls digital übergeben hat. Hier und da findet auch eine Videokonferenz mit dem Klassen- oder Fachlehrer statt, um bestimmte Fragestellungen durchzugehen. Den Schüler*innen wird momentan ein besonders hohes Maß an Eigenständigkeit und Lernbereitschaft abverlangt. Schüler*innen, die es gelernt haben, ihren Lernprozess gut zu strukturieren, geeignete Lernstrategien anzuwenden und die gesetzte Lernziele zu erreichen, haben es jetzt natürlich leichter und sind klar im Vorteil. Das Wissen über kurze Inputs oder Lernvideos zu vermitteln und in Form von Aufgaben wieder abzufragen, sollte allerdings nur ein Element des Lernsettings sein. Denn selbst für den lernwilligsten jungen Menschen kann diese Form des Selbststudiums über einen längeren Zeitraum hinweg zur echten Qual werden.

“Phantasie ist wichtiger als Wissen.”

(Albert Einstein)

Schüler brauchen Freiräume, die dem selbst gewählten Lernen und Erfahren dienen!

Schauen wir uns doch einmal genauer an, welche Chancen uns die aktuelle Situation durch Schulschließungen für das Lernen noch bietet. Neben den Potenzialen der Digitalisierung, die jedoch eine gewisse technische Grundausstattung voraussetzt, ergibt sich jetzt nämlich noch eine weitere: die Chance, Kindern einen Freiraum für interessenorientiertes und forschendes Lernen zu bieten, der sich an ihrem individuellen Lernrhythmus orientiert. Raus aus dem Korsett des festgelegten Stundenplans, bei dem nach 45 oder 90 Minuten das Thema komplett wechselt. Geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich intensiv und mit Muse ihren eigenen Fragestellungen zuzuwenden und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die sie spannend finden oder die ihre Phantasie anregen. Denn Zeit ist aktuell genug da.

Schüler*innen brauchen einen Lernbegleiter, der sie ermutigt! 

Lehrer (und Eltern) sollten die Kinder jetzt auch ermuntern, in ihrem Alltag Dinge zu entdecken und zu erforschen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ihr Umfeld zu beobachten. Die Aufgabe des Lehrers sollte darin bestehen, jedes Kind möglichst individuell bei diesem Prozess zu begleiten und ggf. zu unterstützen. Ebenso sollten sie Eltern darin bestärken, diese Rolle des Lernbegleiters einzunehmen – soweit, wie sie es eben können. Dazu ist nicht zwingend das Online-Tool erforderlich, das geht auch mit einem guten Gespräch am Telefon. Wichtig ist, den (Leistungs-)Druck für alle Beteiligten rauszunehmen – insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen. Es geht nicht um das Ziel, sondern um den Prozess des Lernens. Und das ganz ohne (Be-)Wertung. Ob wir Erwachsene die selbst gewählten Themen der Kinder relevant oder spannend finden, zählt nicht. Gestehen wir den Schüler*innen zu, dass ihre Interessen für ihren persönlichen Lernprozess wertvoll sind. Schenken wir den Schüler*innen unser Vertrauen, dass sie grundsätzlich lernen wollen. 

Einen Rahmen schaffen, der Lust aufs Lernen macht.

Auch das Schaffen geeigneter Rahmenbedingungen gehört zu einem lernmotivierenden Arbeitsumfeld dazu. Jeder Mensch braucht Strukturen, dazu gehören neben Arbeitsphasen auch Erholungsphasen. Optimal ist es, wenn diese sich am eigenen Biorhythmus orientieren. Geben Sie den Schüler*innen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und wie sie lernen. Bestehende Schulstrukturen haben dazu geführt, dass vielen Schüler*innen im Laufe der Zeit die Neugierde und Lernmotivation verloren gegangen ist. Sie sind vielleicht mit dieser Form von Freiheit zunächst überfordert und unzufrieden. Das ist okay. Helfen Sie den Schüler*innen eine Struktur zu finden, die sie in der neuen Lernsituation unterstützt. Beschreiben Sie den Prozess als eine Art Projektarbeit, die sie regelmäßig gemeinsam reflektieren. Unterstützen Sie die Schüler*innen dabei, eine eigene Fragestellung zu entwickeln. Ermutigen Sie die Schüler*innen, am Ball zu bleiben. Es ist auch okay, wenn sich die Fragestellung im Laufe der Zeit ändert. Unterstützen Sie die Schüler*innen bei der Recherche, geben Sie ihnen Methoden der Dokumentation an die Hand und suchen Sie bei Bedarf geeignete Materialien zusammen. Bleiben Sie im regelmäßigen Austausch mit den Schüler*innen und seien Sie offen und neugierig den Themen der Schüler*innen gegenüber. Vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.

“Menschen, deren Lust am Lernen und Gestalten lebendig ist, können über sich hinaus wachsen und sich auch bei Umbrüchen immer wieder neu erfinden.”

(aus #Education for Future, Heinrich/Senf/Hüther, 2020)

Julia Friedrich

Mein Kind will nicht lernen – was tun?

Die Schulschließungen stellen alle Eltern vor neue Herausforderungen. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, die Hausaufgaben der Kinder am Nachmittag zu begleiten. Plötzlich muss zuhause ein geregelter Schulalltag organisiert und die Freizeit der Kinder ohne Freunde und Vereine neu gestaltet werden. Eltern haben neben ihrer Rolle auch noch die des Lehrers, ersetzen die schmerzlich vermissten Freunde und Großeltern. Dabei müssen sie selbst ihren Arbeitsverpflichtungen nachkommen.

Wenn Schule und Hausaufgaben bei Ihnen zuhause schon immer ein schwieriges Thema waren, dann bietet die aktuelle Situation genug Anlass, das Fass zum Überlaufen zu bringen. Fehlende Lernmotivation und „Null-Bock“-Stimmung der Kinder präsentieren sich in ganz neuem Licht. Der Klassiker: Eltern bestehen auf dem Erledigen der Schulaufgaben und Kinder begegnen ihnen mit Unverständnis und Trotz. 

Im folgenden Artikel wollen wir vermitteln, dass Motivation in Zeiten von Corona genauso funktioniert wie vor Corona. Und noch besser: Corona bietet auch Chancen, die Motivation Ihres Kindes neu zu wecken und zu fördern. 

Schüler*innen brauchen Lernbegleiter, die ermutigen, nicht entmutigen!

Wir alle wissen, dass diese Zeit gerade jeden und jede stark fordert. Deshalb macht es wenig Sinn, dass Eltern sich wie Lehrer*innen verhalten und verbissen versuchen, ihr Kind dazu zu bringen, alle Aufgaben zu erledigen. Denn selbst Lehrer*innen sind in dieser Situation damit überfordert, die richtige Aufgabenart und -menge für ihre Schüler zu finden. Und nicht für jede*n Schüler*in ist das gleiche Aufgabenpensum sinnvoll. 

Wenn die Schularbeit in einer Woche also mal nicht geschafft wird, dann ist das okay! Versuchen Sie, Ihrem Kind auf Augenhöhe zu begegnen, als „Lernbegleiter*in“ und nicht als autoritäre*r Lehrer*in – diese Zeiten sind vorbei. Seien Sie am Ende jeden Tages stolz auf das, was Ihr Kind geschafft hat, egal wie viel es war. Und bringen Sie Ihrem Kind diesen Stolz in Form von Anerkennung entgegen.

Das Warum ergründen.

Wenn es aber gar nicht dazu kommt, dass ein*e Schüler*in den Tag nutzt, um Schulaufgaben zu erledigen? Wenn er/sie sich gegen jeden Motivationsversuch der Eltern sperrt? Dann lohnt es sich, Zeit darauf zu verwenden, eine gute Basis zu schaffen, die das eigene Kind zum Lernen motiviert. Denn Kinder sind von Grund auf wissbegierige und neugierige Wesen. Leider hat die Schule es oft geschafft, ihnen ihren Wissensdurst abzutrainieren. 

Die aktuelle Situation bietet die Chance, der Lernmotivation Ihrer Kinder wieder zu wecken. Wir lernen, wenn wir ein Ziel vor Augen haben, wenn wir wissen, warum und wann wir dieses Wissen brauchen. Daher lohnt es sich, diesem „Warum“ des Lernens zuerst auf die Spur zu kommen: Was möchte der Schüler später beruflich machen? Wie praktisch wäre es, schon vor einem Ausflug mit dem Auto zu wissen, wie viel Benzin man benötigt? Wie groß ist die momentane Bedrohung durch das Virus? Sie könnten die aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten nehmen und diese graphisch darstellen. 

Verknüpfen Sie das zu lernende Wissen mit Dingen und Fragen, die einen Bezug zum Alltag der Kinder haben. Das schafft das nötige Interesse, Schulstoff auch verstehen zu wollen

Einen Rahmen schaffen, der Lust aufs Lernen macht.

Die Lernmotivation Ihres Kindes steigt auch durch eine geeignete Umgebung und Routinen. Jede*r braucht zeitliche Strukturen; nach Arbeitsphasen muss es auch Erholungsphasen geben. Um diese gut zu planen, sollte man den eigenen Biorhythmus kennenlernen: Zu welcher Zeit des Tages ist man besonders produktiv? Und wann kann man sich kaum konzentrieren? Ist man eher Lerche oder Eule? Für die Eulen unter den Schüler*innen ist der frühe Schulstart zum Beispiel nicht optimal. 

Auch für den Pausenrhythmus gilt: Wem nützt es, wenn man sich nach einer Stunde nicht mehr konzentrieren kann, aber eine reguläre Schulstunde immer 90 Minuten umfasst? Nutzen Sie die Freiheit, die Ihr Kind jetzt hat, um die Arbeits- und Pausenzeiten an seinen Rhythmus anzupassen. Und auch hier gilt: Begegnen Sie Ihrem Kind als Lernbegleiter*in auf Augenhöhe. 

Franziska Klimt

Was wäre, wenn die Schulen nicht mehr öffneten…

Es ist Ende März und wir befinden uns in der letzten Woche vor den Osterferien. Die Schulschließungen wurden bisher „nur“ bis zum Ende der Osterferien beschlossen. Danach könnte der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden. Aber was ist eigentlich, wenn das nicht passieren wird? Wie sollten sich Schulen für diesen Fall vorbereiten und was bedeutet das für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern?

Sommerferien – eigentlich war das immer ein Wort, das Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern gern gehört haben. Aber was wird passieren, wenn die Sommerferien schon unfreiwillig im März eingeläutet werden müssen? Dieser Fall ist zwar noch nicht eingetreten, und man weiß auch nicht, ob es dazu kommen wird – die aktuellen Entwicklungen lassen ihn aber möglich erscheinen.

Trotz der Schulschließungen sollen die Schüler*innen bis jetzt einfach weiter zu Hause lernen. Doch was heißt eigentlich „zu Hause lernen“? Die Antwort sieht leider für viele Schüler*innen sehr unterschiedlich aus.

Von Arbeitsblatt bis Videokonferenz

Was Schulen unter Unterricht in Zeiten von Schulschließungen verstehen, deckt in der Praxis ein sehr breites Spektrum ab. Während die einen am letzten Schultag noch hastig ein paar Arbeitsblätter kopierten, damit die Schüler*innen genügend Übungsmaterial haben, sammelten andere die E-Mail-Adressen der Schüler*innen und Eltern ein, um Aufgaben und Übungsmaterialien online versenden zu können. Manch eine Schule nutzt Cloudlösungen (Dropbox, Google Drive, HPI-Schulcloud, Lernraum Berlin etc.), um Aufgaben auszuteilen und wieder einzusammeln. Aber ist das wirklich (digitaler) Unterricht? Wohl eher nicht…

Dann gibt es Lehrer*innen, die ambitioniert Videokonferenzen initiieren und eine Struktur aufbauen, die über Chat oder Sprachanrufe Austausch mit ihren Schüler*innen ermöglicht. Diese Bemühungen funktionieren teils gut. Manche Schüler*innen sind allerdings aufgrund ihrer technischen Ausstattung nicht für diese Art von Austausch vorbereitet oder befinden sich eher im Ferienmodus. Richtig glücklich scheint irgendwie keiner mit der Situation zu sein. Also, was tun?

Drei Schritte zum digitalen Unterricht

Aus unserer Erfahrung müssen drei Themenbereiche bedacht und in drei Schritten vorbereitet werden, um digitalen Unterricht zu ermöglichen. Wird einer dieser Themenbereiche vernachlässigt, bricht der geplante digitale Unterricht (zumindest für einige) wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

1. Synchrone Kommunikation und digitale Lerninhalte

Unterricht benötigt Interaktion. Nicht immer und ständig, aber Lernen ist und bleibt ein sozialer und emotionaler Prozess, daran ändern auch geschlossene Schulen nichts. Lehrer*innen müssen daher in die Lage versetzt werden, über ein synchrones Kommunikationsmedium mit Schüler*innen in Kontakt zu treten. Diese Art der Kommunikation unterschiedet sich natürlich vom normalen Schulbetrieb. Selbst über gut laufende Videokonferenzen gehen Sinneswahrnehmungen verloren. Es können nicht mehr so viele Schüler*innen auf einmal eingebunden werden. Die Kommunikation muss intensiver geführt werden, in kleineren Gruppen. Aber das ist möglich. Auch im normalen Unterricht gibt es nicht nur Kommunikationsphasen, sondern auch Input-, Arbeits- und Übungsphasen, in denen direkte Kommunikation nicht nur unnötig, sondern manchmal eher hinderlich ist. An dieser Stelle kommt das zweite Standbein des digitalen Unterrichts ins Spiel: die digitalen Lerninhalte.
Es gibt gute Möglichkeiten, Lernvideos oder interaktive Übungen ohne großen Aufwand in den Unterricht einzubinden: Sofatutor, Kappiert.de, Anton, Simple Club, Quizlet, Alfons etc. bieten digital eine Menge Material, um die Input-, Arbeits- und Übungsphasen für Schüler*innen so zu gestalten, dass sie selbstständig lernen und üben können. Die Rückmeldung des Lernerfolgs an die Schüler*innen oder Lehrer*innen und Eltern ist sogar leichter möglich als im regulären Schulbetrieb. Das schafft Raum, um die synchrone Kommunikation intensiver zu betreiben und Schüler*innen individueller zu betreuen.

2. Schulweite Struktur und Organisation

Ambitionierte Lehrer*innen arbeiten bereits wie beschrieben. Und doch klappt es nicht immer: Schüler*innen machen die Aufgaben gar nicht oder nur mit dem geringsten Aufwand oder erscheinen einfach nicht zur Unterrichtsstunde, die über Videokonferenz abgehalten werden soll. Woran liegt das? In diesen Fällen fehlt eine klare Struktur, die für alle Schüler*innen einer Schule verbindlich gilt. Schüler*innen können den regulären Schulunterricht auch verweigern oder einfach nicht zur Schule erscheinen. Allerdings kommt der Großteil von ihnen zur Schule und nimmt an der gut einstudierten Choreografie namens Schulalltag teil. Warum sollte es digital anders funktionieren? Auch der digitale Unterricht braucht eine schulweite Choreografie. Diese könnte so aussehen, dass alle Schüler*innen dazu verpflichtet sind, an den Kommunikationsphasen mit ihren Lehrer*innen teilzunehmen. Diese Phasen werden den Schüler*innen klar mitgeteilt und ihr Fehlen wird an die Schule und die Eltern gemeldet. Zudem sind die Übungen und Aufgaben, die durch die Lehrer*innen gestellt werden, nicht optional, sondern stellen wie im regulären Schulleben auch eine durch Schüler*innen zu erbringende Leistung dar. Dafür müssen Lehrer*innen natürlich in den Kommunikationsphasen empathisch erfassen, ob die Aufgaben und die damit gestellten Anforderungen realistisch zu erfüllen sind. Auch das kann von Schüler*in zu Schüler*in unterschiedlich sein, aber das ist nicht unbedingt pädagogisches Neuland.

3. Technische Möglichkeiten der Schüler*innen erfassen und Maßnahmen ergreifen

Dieser Schritt ist wahrscheinlich der aufwendigste, da die technische Ausstattung der Schüler*innen auch im Jahr 2020 extrem heterogen ist. Ein digitales Endgerät gehört noch nicht zur Standardausstattung von Schüler*innen. Es muss für jeden Schüler und für jede Schülerin erfasst werden, welche Art der synchronen Kommunikation und welche Art der Arbeitserbringung durch die technischen Voraussetzungen möglich sind. Aufwendig? Ja, natürlich, aber auch notwendig. Es darf keine Ausrede dafür sein, Schüler*innen vom Unterrichtsgeschehen abzuhängen und allein zu lassen. Die meisten Schüler*innen bringen ausreichende digitale Möglichkeiten mit. Fast alle Haushalte verfügen über digitale Endgeräte und eine Internetverbindung. Wenn technische Voraussetzungen fehlen, gibt es Möglichkeiten des Ausgleichs. Geräte können vermietet, geleased, geborgt oder sogar angeschafft werden. Letzteres ist nicht nötig, wenn man die in diesen Tagen oft bemühte Solidarität in der Gesellschaft auch im Bereich der Hardware übt. Viele Haushalte haben ungenutzte Endgeräte, während andere diese Endgeräte vermissen. Einen Austausch könnten Schulen innerhalb der Klassen oder über die Schulleitungen initiieren. Hat man erfasst, wie viele Geräte darüber hinaus benötigt werden, kann für diesen Bedarf über den Schulträger, Senat oder andere Strukturen (wie lokale Unternehmen) nach Lösungen gesucht werden. Und wenn am Ende die Erkenntnis steht, dass bei manchen Schülerinnen nur ein regelmäßiges Telefonat einen realistischen Austausch ermöglicht, dann ist auch das eine Möglichkeit, Beziehungsarbeit zu leisten und für Schülerinnen da zu sein.

Anpacken ist gefragt!

Ja, es ist viel Arbeit, diese drei Schritte ernsthaft zu durchlaufen. Doch es ist die Pflicht jeder Schule, sich nach bestem Wissen und im Rahmen der lokalen Möglichkeiten auf den Weg zu machen. Zudem mangelt es nicht an Hilfeangeboten. Auch wir stehen jeder Schule und allen Lehrer*innen mit Rat und Tat zur Seite.

Natürlich weiß niemand, ob das Szenario der Schulschließungen bis zu den Sommerferien überhaupt eintritt. Aber man sollte darauf vorbereitet sein. Noch ist Zeit, um Vorbereitungen und Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Und selbst wenn die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen sollten, werden sich dank der angestellten Überlegungen und Vorkehrungen auch neue Möglichkeiten für den regulären Schulbetrieb ergeben.

Daher der Appell an alle Schulen: Werden Sie aktiv, und zwar jetzt, denn noch kann man sich vorbereiten! Schulen, die jetzt nicht anpacken, lassen wissentlich oder unwissentlich ihre Schüler*innen, ambitionierten Lehrer*innen und Eltern im Stich. Schulen, die jetzt aktiv handeln, sind lern- und anpassungsfähige Lebensräume, die Schüler*innen ein eindrückliches Beispiel dafür geben, wie man mit Krisen und Herausforderungen umgehen kann.

Alexander Möller

Alexander Möller

Geschäftsführer Schlaufuchs Berlin e.V.

Motto: „Das, was wir sagen, ist, was wir sein wollen. Das, was wir liefern, ist, was wir wirklich sind.“ – Boris Grundl

Lernstudio für alle Schüler*innen geöffnet

Nachdem wir unser Online-Lernstudio mit wenigen Schulen erfolgreich getestet haben, möchten wir nun allen Schüler*innen die Unterstützung beim Lernen und Erledigen der Schulaufgaben anbieten. Alle können nun montags bis freitags in der Zeit von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr in unser Online-Lernstudio kommen, egal welche Schule, egal welches Fach, egal welche Klassenstufe. Wir freuen uns auf euch!

Was ist das Lernstudio?

Das Lernstudio ist ein Ort, an dem du Unterstützung bei Haus- und Schulaufgaben bekommen kannst. Egal, welche Fragen du zum Schulstoff hast, unsere Schlaufüchse helfen dir dabei. Dazu wirst du in einen digitalen Raum entsprechend deines Fachs gebracht, in dem du deine Fragen hast. Dort wartet dann ein Schlaufuchs auf dich und hilft dir bei deinen Fragen.

Online-Lernstudio am Otto-Nagel-Gymnasium

Ab dem 18.03.2020 erhalten die Schüler*innen des Otto-Nagel-Gymnasiums den Zugang zu ihrem Online-Lernstudio. Dort haben sie täglich von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr die Möglichkeit, ihre Fragen zu ihrem Schulstoff wie gewohnt an uns zu stellen.

Wie funktioniert das Lernstudio?

Auf der entsprechenden Schulseite existiert der Zugang zum Online-Lernstudio. Die Schule teilt den Schüler*innen ein Passwort per E-Mail mit, mit dem sie dem Online-Lernstudio beitreten können. Im Lernstudio werden die Schüler*innen anhand ihrer Frage zu dem passenden Schlaufuchs weitergeleitet.

Online-Lernstudio am Barnim-Gymnasium

Ab dem 18.03.2020 erhalten die Schüler*innen des Barnim-Gymnasiums den Zugang zu ihrem Online-Lernstudio. Dort haben sie täglich von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr die Möglichkeit, ihre Fragen zu ihrem Schulstoff wie gewohnt an uns zu stellen.

Wie funktioniert das Online-Lernstudio?

Auf der entsprechenden Schulseite existiert der Zugang zum Online-Lernstudio. Die Schule teilt den Schüler*innen ein Passwort per E-Mail mit, mit dem sie dem Online-Lernstudio beitreten können. Im Lernstudio werden die Schüler*innen anhand ihrer Frage zu dem passenden Schlaufuchs weitergeleitet.