KidsOffice

Die Arbeit im HomeOffice stellt viele Arbeitnehmer*innen vor eine immense Herausforderung: die Balance zwischen qualitativer Arbeit und der guten Betreuung ihres Nachwuchses zu finden.

Wir bieten Firmen an, die Kinder ihrer Mitarbeiter*innen für einige Zeit (z.B. 3h) in einem digitalen Forum mit Video- und Sprachchat betreuen zu lassen. In dieser Zeit können Arbeitnehmer*innen ungestört arbeiten. Die Kinder erhalten in kleinen Betreuungsgruppen Hilfe bei ihren Schulaufgaben und werden mit verschiedenen Tätigkeiten durch die Schlaufüchse beschäftigt.

virtuelle Betreuung in Kleingruppen
schulische Hilfe
fokussiertes Arbeiten im HomeOffice
36€/h pro Betreuungsraum

Infos und Anfrage

Sie haben ein Unternehmen und haben weitere Fragen oder möchten Ihren Mitarbeitern*innen ermöglichen, dass diese für einige Zeit ungestört im HomeOffice arbeiten können? Dann melden Sie sich bei uns.

Schuleigene digitale Lernumgebungen

Wir erstellen gemeinsam mit Ihnen eine digitale Lernumgebung für Ihre Schule. Darin können Arbeitsmaterialien verteilt und der digitale Unterricht für die einzelnen Klassen einfach gestaltet werden.

Wir bieten Ihnen das Handwerkszeug und eine technische Umgebung an, die wir an die individuellen Bedürfnisse Ihrer Schule oder Klassen anpassen und für Sie einrichten. Dabei arbeiten wir eng mit Ihnen zusammen und zeigen Ihnen in einfachen Schritten, wie Sie die digitale Lernumgebung in der Folge selbst verwalten und bearbeiten können.

Digitale Lernumgebung heißt konkret: Sie können dort Arbeitsmaterialien für die Schüler*innen bereitstellen, ihnen eine Arbeitsstruktur vorgeben, hilfreiche Links und Informationen bündeln und mit den Schüler*innen in einen direkten Austausch treten.
Die Lernumgebung kann in Ihre Schulhomepage integriert oder über eine separate Website aufgerufen werden. Jede Klasse erhält einen passwortgeschützen Zugang zu ihrem „digitalen Klassenzimmer“.

Infos und Anfragen

Haben wir Interesse geweckt? Kontaktieren Sie uns. Wir sagen Ihnen, wie das für Ihre Schule aussehen könnte.

Didaktische Tipps und Tricks

Begeisterung und Forscherdrang wecken

Begeisterung und Forscherdrang wecken. Wie wir in Zeiten von Corona neue Impulse fürs Lernen schaffen können. Der Status Quo und die Frage nach der Lernmotivation. In vielen Haushalten zeigt sich aktuell ein ähnliches Bild. Die Eltern versuchen den Spagat zwischen Home-Office, Betreuung und Haushalt hinzubekommen, während die schulpflichtigen Kinder über den zum Teil sehr vielen Homeschooling-Aufgaben…

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Mein Kind will nicht lernen – was tun?

Mein Kind will nicht lernen – was tun? Die Schulschließungen stellen alle Eltern vor neue Herausforderungen. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, die Hausaufgaben der Kinder am Nachmittag zu begleiten. Plötzlich muss zuhause ein geregelter Schulalltag organisiert und die Freizeit der Kinder ohne Freunde und Vereine neu gestaltet werden. Eltern haben neben ihrer Rolle…

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Einstieg in den digitalen Unterricht

Ein Einstieg in einen digitalen Unterricht. Im regulären Schulbetrieb sehen sich die Lehrkraft und ihre Schüler*innen mehrmals in der Woche im Unterricht, um zu lernen – ganz klar! Wenn die Schulen nun aber geschlossen sind, fehlt dieser natürliche Kontakt. Was aber auch während der Schulschließungen nicht fehlen darf, ist die Kommunikation. Das digitale Klassenzimmer ist…

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Tools zur Schaffung des Lernraumes

Kommunikationstools

Synchrone KommunikationEiner der wesentlichen Aspekte beim Lernen im Klassenzimmer ist die körperliche Präsenz aller Beteiligten. Die Lehrperson steht im persönlichen Kontakt mit der Schülerschaft und es findet eine direkte verbale sowie nonverbale Kommunikation statt. Die Wissensvermittlung und der kommunikative Austausch in der Schule ist ein sozialer und emotionaler Prozess.Die Schulschließungen im Zuge der Corona-Krise schaffen…

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Lerntools

Digitale Lernprogramme. Aufgrund der Schulschließungen wird aktuell nach neuen Wegen für eine qualitative Bildungsgestaltung gesucht. Neben Plattformen für einen digitalen Unterricht mit der Möglichkeit der direkten Kommunikation müssen auch die Lerninhalte in dieser neuen Bildungslandschaft angepasst werden.Es existieren bereits viele digitale Lernangebote für die Gestaltung eines digitalen Unterrichts, die einen höheren Anspruch als schlichte Arbeitsblätter…

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Begeisterung und Forscherdrang wecken.

Wie wir in Zeiten von Corona neue Impulse fürs Lernen schaffen können.

Der Status Quo und die Frage nach der Lernmotivation.

In vielen Haushalten zeigt sich aktuell ein ähnliches Bild. Die Eltern versuchen den Spagat zwischen Home-Office, Betreuung und Haushalt hinzubekommen, während die schulpflichtigen Kinder über den zum Teil sehr vielen Homeschooling-Aufgaben sitzen, die ihnen die Schule bestenfalls digital übergeben hat. Hier und da findet auch eine Videokonferenz mit dem Klassen- oder Fachlehrer statt, um bestimmte Fragestellungen durchzugehen. Den Schüler*innen wird momentan ein besonders hohes Maß an Eigenständigkeit und Lernbereitschaft abverlangt. Schüler*innen, die es gelernt haben, ihren Lernprozess gut zu strukturieren, geeignete Lernstrategien anzuwenden und die gesetzte Lernziele zu erreichen, haben es jetzt natürlich leichter und sind klar im Vorteil. Das Wissen über kurze Inputs oder Lernvideos zu vermitteln und in Form von Aufgaben wieder abzufragen, sollte allerdings nur ein Element des Lernsettings sein. Denn selbst für den lernwilligsten jungen Menschen kann diese Form des Selbststudiums über einen längeren Zeitraum hinweg zur echten Qual werden.

“Phantasie ist wichtiger als Wissen.”

(Albert Einstein)

Schüler brauchen Freiräume, die dem selbst gewählten Lernen und Erfahren dienen!

Schauen wir uns doch einmal genauer an, welche Chancen uns die aktuelle Situation durch Schulschließungen für das Lernen noch bietet. Neben den Potenzialen der Digitalisierung, die jedoch eine gewisse technische Grundausstattung voraussetzt, ergibt sich jetzt nämlich noch eine weitere: die Chance, Kindern einen Freiraum für interessenorientiertes und forschendes Lernen zu bieten, der sich an ihrem individuellen Lernrhythmus orientiert. Raus aus dem Korsett des festgelegten Stundenplans, bei dem nach 45 oder 90 Minuten das Thema komplett wechselt. Geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich intensiv und mit Muse ihren eigenen Fragestellungen zuzuwenden und sich mit Themen auseinanderzusetzen, die sie spannend finden oder die ihre Phantasie anregen. Denn Zeit ist aktuell genug da.

Schüler*innen brauchen einen Lernbegleiter, der sie ermutigt! 

Lehrer (und Eltern) sollten die Kinder jetzt auch ermuntern, in ihrem Alltag Dinge zu entdecken und zu erforschen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und ihr Umfeld zu beobachten. Die Aufgabe des Lehrers sollte darin bestehen, jedes Kind möglichst individuell bei diesem Prozess zu begleiten und ggf. zu unterstützen. Ebenso sollten sie Eltern darin bestärken, diese Rolle des Lernbegleiters einzunehmen – soweit, wie sie es eben können. Dazu ist nicht zwingend das Online-Tool erforderlich, das geht auch mit einem guten Gespräch am Telefon. Wichtig ist, den (Leistungs-)Druck für alle Beteiligten rauszunehmen – insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen. Es geht nicht um das Ziel, sondern um den Prozess des Lernens. Und das ganz ohne (Be-)Wertung. Ob wir Erwachsene die selbst gewählten Themen der Kinder relevant oder spannend finden, zählt nicht. Gestehen wir den Schüler*innen zu, dass ihre Interessen für ihren persönlichen Lernprozess wertvoll sind. Schenken wir den Schüler*innen unser Vertrauen, dass sie grundsätzlich lernen wollen. 

Einen Rahmen schaffen, der Lust aufs Lernen macht.

Auch das Schaffen geeigneter Rahmenbedingungen gehört zu einem lernmotivierenden Arbeitsumfeld dazu. Jeder Mensch braucht Strukturen, dazu gehören neben Arbeitsphasen auch Erholungsphasen. Optimal ist es, wenn diese sich am eigenen Biorhythmus orientieren. Geben Sie den Schüler*innen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wann und wie sie lernen. Bestehende Schulstrukturen haben dazu geführt, dass vielen Schüler*innen im Laufe der Zeit die Neugierde und Lernmotivation verloren gegangen ist. Sie sind vielleicht mit dieser Form von Freiheit zunächst überfordert und unzufrieden. Das ist okay. Helfen Sie den Schüler*innen eine Struktur zu finden, die sie in der neuen Lernsituation unterstützt. Beschreiben Sie den Prozess als eine Art Projektarbeit, die sie regelmäßig gemeinsam reflektieren. Unterstützen Sie die Schüler*innen dabei, eine eigene Fragestellung zu entwickeln. Ermutigen Sie die Schüler*innen, am Ball zu bleiben. Es ist auch okay, wenn sich die Fragestellung im Laufe der Zeit ändert. Unterstützen Sie die Schüler*innen bei der Recherche, geben Sie ihnen Methoden der Dokumentation an die Hand und suchen Sie bei Bedarf geeignete Materialien zusammen. Bleiben Sie im regelmäßigen Austausch mit den Schüler*innen und seien Sie offen und neugierig den Themen der Schüler*innen gegenüber. Vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.

“Menschen, deren Lust am Lernen und Gestalten lebendig ist, können über sich hinaus wachsen und sich auch bei Umbrüchen immer wieder neu erfinden.”

(aus #Education for Future, Heinrich/Senf/Hüther, 2020)

Julia Friedrich

Mein Kind will nicht lernen – was tun?

Die Schulschließungen stellen alle Eltern vor neue Herausforderungen. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, die Hausaufgaben der Kinder am Nachmittag zu begleiten. Plötzlich muss zuhause ein geregelter Schulalltag organisiert und die Freizeit der Kinder ohne Freunde und Vereine neu gestaltet werden. Eltern haben neben ihrer Rolle auch noch die des Lehrers, ersetzen die schmerzlich vermissten Freunde und Großeltern. Dabei müssen sie selbst ihren Arbeitsverpflichtungen nachkommen.

Wenn Schule und Hausaufgaben bei Ihnen zuhause schon immer ein schwieriges Thema waren, dann bietet die aktuelle Situation genug Anlass, das Fass zum Überlaufen zu bringen. Fehlende Lernmotivation und „Null-Bock“-Stimmung der Kinder präsentieren sich in ganz neuem Licht. Der Klassiker: Eltern bestehen auf dem Erledigen der Schulaufgaben und Kinder begegnen ihnen mit Unverständnis und Trotz. 

Im folgenden Artikel wollen wir vermitteln, dass Motivation in Zeiten von Corona genauso funktioniert wie vor Corona. Und noch besser: Corona bietet auch Chancen, die Motivation Ihres Kindes neu zu wecken und zu fördern. 

Schüler*innen brauchen Lernbegleiter, die ermutigen, nicht entmutigen!

Wir alle wissen, dass diese Zeit gerade jeden und jede stark fordert. Deshalb macht es wenig Sinn, dass Eltern sich wie Lehrer*innen verhalten und verbissen versuchen, ihr Kind dazu zu bringen, alle Aufgaben zu erledigen. Denn selbst Lehrer*innen sind in dieser Situation damit überfordert, die richtige Aufgabenart und -menge für ihre Schüler zu finden. Und nicht für jede*n Schüler*in ist das gleiche Aufgabenpensum sinnvoll. 

Wenn die Schularbeit in einer Woche also mal nicht geschafft wird, dann ist das okay! Versuchen Sie, Ihrem Kind auf Augenhöhe zu begegnen, als „Lernbegleiter*in“ und nicht als autoritäre*r Lehrer*in – diese Zeiten sind vorbei. Seien Sie am Ende jeden Tages stolz auf das, was Ihr Kind geschafft hat, egal wie viel es war. Und bringen Sie Ihrem Kind diesen Stolz in Form von Anerkennung entgegen.

Das Warum ergründen.

Wenn es aber gar nicht dazu kommt, dass ein*e Schüler*in den Tag nutzt, um Schulaufgaben zu erledigen? Wenn er/sie sich gegen jeden Motivationsversuch der Eltern sperrt? Dann lohnt es sich, Zeit darauf zu verwenden, eine gute Basis zu schaffen, die das eigene Kind zum Lernen motiviert. Denn Kinder sind von Grund auf wissbegierige und neugierige Wesen. Leider hat die Schule es oft geschafft, ihnen ihren Wissensdurst abzutrainieren. 

Die aktuelle Situation bietet die Chance, der Lernmotivation Ihrer Kinder wieder zu wecken. Wir lernen, wenn wir ein Ziel vor Augen haben, wenn wir wissen, warum und wann wir dieses Wissen brauchen. Daher lohnt es sich, diesem „Warum“ des Lernens zuerst auf die Spur zu kommen: Was möchte der Schüler später beruflich machen? Wie praktisch wäre es, schon vor einem Ausflug mit dem Auto zu wissen, wie viel Benzin man benötigt? Wie groß ist die momentane Bedrohung durch das Virus? Sie könnten die aktuellen Zahlen der Corona-Infizierten nehmen und diese graphisch darstellen. 

Verknüpfen Sie das zu lernende Wissen mit Dingen und Fragen, die einen Bezug zum Alltag der Kinder haben. Das schafft das nötige Interesse, Schulstoff auch verstehen zu wollen

Einen Rahmen schaffen, der Lust aufs Lernen macht.

Die Lernmotivation Ihres Kindes steigt auch durch eine geeignete Umgebung und Routinen. Jede*r braucht zeitliche Strukturen; nach Arbeitsphasen muss es auch Erholungsphasen geben. Um diese gut zu planen, sollte man den eigenen Biorhythmus kennenlernen: Zu welcher Zeit des Tages ist man besonders produktiv? Und wann kann man sich kaum konzentrieren? Ist man eher Lerche oder Eule? Für die Eulen unter den Schüler*innen ist der frühe Schulstart zum Beispiel nicht optimal. 

Auch für den Pausenrhythmus gilt: Wem nützt es, wenn man sich nach einer Stunde nicht mehr konzentrieren kann, aber eine reguläre Schulstunde immer 90 Minuten umfasst? Nutzen Sie die Freiheit, die Ihr Kind jetzt hat, um die Arbeits- und Pausenzeiten an seinen Rhythmus anzupassen. Und auch hier gilt: Begegnen Sie Ihrem Kind als Lernbegleiter*in auf Augenhöhe. 

Franziska Klimt

Ein Einstieg in einen digitalen Unterricht.

Im regulären Schulbetrieb sehen sich die Lehrkraft und ihre Schüler*innen mehrmals in der Woche im Unterricht, um zu lernen – ganz klar! Wenn die Schulen nun aber geschlossen sind, fehlt dieser natürliche Kontakt. Was aber auch während der Schulschließungen nicht fehlen darf, ist die Kommunikation. Das digitale Klassenzimmer ist der Ort, an dem die Lehrkraft mit ihren Schüler*innen in Kontakt tritt und die Lehr- und Lernprozesse zusammengehalten werden. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, wie eine Lehrkraft ihr digitales Klassenzimmer gestalten kann, die außerdem durch die technische Ausstattung und die Schüler*innen bedingt werden. Eine Lehrkraft wird über das eine digitale Klassenzimmer nicht alle Schüler*innen gleichermaßen erreichen können, aber sie sollte es versuchen.

Unterricht benötigt Interaktion auch in einer digitalen Form. Von dem Gedanken einer klassischen 45-Minuten Stunde mit einem klassischen Dreischritt von Einstieg, Erarbeitung und Sicherung müssen wir uns beim digitalen Unterricht etwas entfernen und neu denken. Dazu liefern wir im Folgenden einige allgemeindidaktische Überlegungen. Denn wie auch zuvor steht das Lernen im Vordergrund, nicht die Apps und Programme.

1

Das digitale Klassenzimmer

Bei der Gestaltung und Umsetzung eines digitalen Klassenzimmers können Sie sich als Lehrkraft zu Beginn einige Fragen stellen: Was ist mein Ziel? Wie sieht mein Lehrplan aus? Wie kann ich selbstständiges Arbeiten meiner Schüler*innen ermöglichen? Wie kann ich eine Kommunikation gewährleisten?

Es ist zudem wichtig, dass Sie Ihren Schüler*innen Strukturen an die Hand geben, wie sie sich im digitalen Klassenzimmer verhalten sollen. Setzen Sie auf klare Zeitangaben. Formulieren Sie für Ihre Arbeitsaufträge eine Antwortstruktur. Zeigen Sie, wie man im Internet kommuniziert.


Jedes Medium für das digitale Klassenzimmer hat Stärken und Schwächen bei der Gestaltung und Umsetzung, aber alle ermöglichen Kommunikation und Interaktion.
1. E-Mail – das niedrigschwellige Format: Viele Schulen setzen bereits im regulären Betrieb auf die Kommunikation per E-Mail zwischen Lehrer*innen und Eltern und Schüler*innen. Warum sollte man bestehende Strukturen nicht nutzen und den Schüler*innen zeigen, wie man eine gute E-Mail schreibt?
2. Lernplattform – ein virtueller Kursraum: Spätestens in der Ausbildung oder im Studium werden Ihre ehemaligen Schüler*innen mit Lernplattformen wie Moodle konfrontiert – warum also nicht schon jetzt? Lernplattformen bieten zum einen die Möglichkeit der Kommunikation – wie in einer Mail – allerdings können Sie hier gleichzeitig Material zur Verfügung stellen, Online-Aufgaben für Gruppenarbeiten erstellen und konkrete Abgabetermine einstellen.
3. Videochat – die „echte“ Kommunikation: Vermutlich hat jeder schon einmal an einer Video-Konferenz teilgenommen – und sei es nur ein Skype-Gespräch mit Freund*innen. Über Videochats kann man 1:1 kommunizieren, die Lehrkraft kann aber auch mit mehreren Schüler*innen gleichzeitig sprechen und sie sogar sehen, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind.

2

Passive Lernphasen im Online-Unterricht

Passive Lernphasen im Unterricht sind die Abschnitte, in denen Schüler*innen der Lehrkraft zuhören, einen Text lesen oder ein Video ansehen. Um das Interesse oder die Motivation bei den Schüler*innen zu wecken, sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, stehen Ihnen auch im digitalen Unterricht die bekannten Medien zur Verfügung.

Sie können zum Einstieg auf analoge und digitale Medien setzen. In Ihrem digitalen Klassenzimmer könnten Sie zum Beispiel einen Link zu einem Lernvideo teilen, das die Schüler*innen allein oder im Videochat gemeinsam ansehen. Im Videochat können auch aufkommende Fragen direkt geklärt werden.

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Aktive Lernphasen im Online-Unterricht

In aktiven Lernphasen markieren Schüler*innen im Text, sie füllen Lücken aus, fertigen Notizen an, spielen ein Video ab und üben. In dieser Lernphase werden Inhalte erarbeitet und möglicherweise kurz abgefragt. Steuern Sie sie durch Ihre Arbeitsaufträge. Die Arbeitsaufträge müssen im digitalen Klassenzimmer noch präziser formuliert werden und mit Beispielen zur Antworteingabe konkret unterstützt werden. Überlegen Sie sich also, bevor Sie die Aufgabe stellen, wie die Abfrage oder Abgabe bzw. die Kommunikation danach aussehen soll.

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Gemeinsame Lernphasen im Online-Unterricht

Gemeinsame Lernphasen sind besonders wichtig, da sie den Lernprozess erst vollständig machen und abschließen. Im ersten Schritt dieser Phase können Schüler*innen allein oder in Gruppen das Gelernte verarbeiten, indem sie selbstständig Überlegungen in eigenen Worten zusammenfassen, in Beziehung setzen und vergleichen. Die Abgabe kann über Cloudsysteme, Lernportale oder die Email erfolgen. Geben Sie Ihren Schüler*innen zur Benennung ihrer Dateien ein Beispiel wie Aufgabe_Name_Datum, damit Sie sie besser zuordnen können.
Im zweiten Schritt erfolgt die konkrete Interaktion zwischen Lehrkraft und Schüler*innen: Beide Seiten diskutieren, stellen und beantworten Fragen und kommunizieren. Am besten lässt sich ein solcher Austausch vermutlich 1:1 über Videochats abbilden. Bedenken Sie im Voraus in jedem Fall den gesamten Prozess: Ausgabe der Aufgabe und Festlegung der Zeit, Besprechung vor Abgabe und Abgabezeitpunkt und Zeitpunkt des kommunikativen Austauschs.

5

Ein Ausblick

Niemand wird es einem übel nehmen, wenn die Prozesse an einigen Stellen noch nicht reibungslos verlaufen. Nach Perfektion zu streben, wäre in diesem Moment eher schädlich als nützlich, da der digitale Unterricht für alle etwas Neues ist. Wir sollten ihn weniger als Herausforderung, sondern vielmehr als Chance verstehen.
Wichtig ist, dass wir jetzt aktiv werden und es gemeinsam versuchen.

Synchrone Kommunikation

Einer der wesentlichen Aspekte beim Lernen im Klassenzimmer ist die körperliche Präsenz aller Beteiligten. Die Lehrperson steht im persönlichen Kontakt mit der Schülerschaft und es findet eine direkte verbale sowie nonverbale Kommunikation statt. Die Wissensvermittlung und der kommunikative Austausch in der Schule ist ein sozialer und emotionaler Prozess.

Die Schulschließungen im Zuge der Corona-Krise schaffen eine neue Situation im Bildungswesen. Es braucht neue Orte, wo Bildung stattfinden kann. Dabei scheint der computer- und internetgestützte Unterricht eine gute Alternative. Diese Unterrichtsform gehört schon seit längerem zur gängigen Praxis an Universitäten und Hochschulen.

Um dieses Konzept umzusetzen, braucht es digitale Lösungen, um möglichst alle Aspekte des schulischen Lernens abzubilden. Eine der großen Herausforderungen dabei ist es, die mangelnde physische Nähe durch eine synchrone Bild- und Tonwiedergabe zu kompensieren. Das Internet hält diesbezüglich viele Lösungen bereit, wovon wir einige bereits auf ihre Funktionalität und Handhabbarkeit getestet haben.

Das digitale Klassenzimmer

Eine Basis für das gemeinsame digitale Lernen sind Video-Konferenz-Programme. Sie bieten einen Raum, in welchem sowohl das Bild (von einer Webcam) als auch der Ton übertragen wird, sodass Sprache, Mimik und Gestik wahrgenommen werden können.

Üblicherweise eröffnet ein*e Teilnehmer*in (z.B. der/die Lehrer*in) die Online-Konferenz und ist dadurch Moderator*in. Diese*r kann dann weitere Teilnehmer*innen über eine Einladung (Internet-Link) zur Konferenz hinzufügen. Das kann auch klassenweit passieren, sodass sich alle Kinder einer Schulklasse inkl. der entsprechenden Lehrkraft in einem Video-Chat sehen und sich austauschen können.

Einige der Programme, die das leisten können, sind hier aufgelistet:

ProgrammVideo/Audio/
Chat/Bildschirm teilen
FunktionenKosten
Jitsialles– Open Source
– gleichberecht. Teilnehmer
– Meldungen möglich
kostenlos
Zoomalles– Online-Seminar möglich
– Kurse über Kalender anlegen (MS Office/ Google)
– YouTube-LiveStreaming
– Meldungen möglich
– Telefoneinwahl möglich
– kostenlos (bis 100 TN, 40min/
Besprechung)
– 13,99€ – 18,99€ pro Monat und Moderator
GoToMeetingalles– Telefoneinwahl möglich
– gleichberecht. Teilnehmer
– kostenloser Probeaccount
– ab 10,75€ pro Monat und Moderator
Alfaviewalles– Raumstruktur anlegbar
– hohe DSV-Standards
– Benutzergruppen
– bis 20 Räume kostenlos (bis Juli 2020)
Webexnur Moderatoren als Videoteilnehmer– Online-Seminar
– umfangreiche Planung mit verschiedenen Funktionen und Kalender
– Meldungen möglich
– bis zu 4 Monate kostenlos (Corona-Special)
– 12,85€ – 25,65€ pro Monat und Moderator
Microsoft Teamsalles– Sondertarif für Bildungs- einrichtungen
Discordeingeschränkte Videomöglichkeiten– umfangreiche Einstellungen für Struktur und Berechtigung
– große Teilnehmerzahl möglich
– automatisierte Abläufe über Bots
– kostenlos

Digitale Lernprogramme.

Aufgrund der Schulschließungen wird aktuell nach neuen Wegen für eine qualitative Bildungsgestaltung gesucht. Neben Plattformen für einen digitalen Unterricht mit der Möglichkeit der direkten Kommunikation müssen auch die Lerninhalte in dieser neuen Bildungslandschaft angepasst werden.
Es existieren bereits viele digitale Lernangebote für die Gestaltung eines digitalen Unterrichts, die einen höheren Anspruch als schlichte Arbeitsblätter verfolgen.

Zahlreiche Angebotsträger und Verlage haben während der Schulschließungen kostenfreie Zugänge freigeschaltet. Die Arbeit mit diesen digitalen Lernprogrammen sollte als Chance zum Kennenlernen genutzt werden, sodass einige Angebote auch nach der Zeit von Corona die Schullandschaft nachhaltig bereichern.

Wir haben eine Auflistung von Programmen für digitale Lernangebote als Einstieg in dieses neue Feld der Bildungslandschaft ohne Anspruch auf Vollständigkeit vorbereitet. Unsere eigenen Erfahrungen mit diesen Programmen möchten wir eine kurze Bewertung nach praxisrelevanten Kriterien vornehmen. Im bestmöglichen Fall können pro Kategorie 5 Schlaufüchse vergeben werden. Über die zugehörigen Links finden Sie eine ausführliche Beschreibung des Programms von uns eine Verknüpfung zum Portal selbst.

01

Sofatutor

Sofatutor bietet Zugang zu Übungsvideos mit passenden Übungsaufgaben und Arbeitsblättern und Support in Form von Hausaufgaben-Chat und Hilfe von Lehrer*innen für alle Fächer ab Klasse 1. 

Lerninhalte

+ viele Fächer/
Klassenstufen
+ verschiedene Übungsformate
+ verständliche Erklärungsvideos
– keine individuellen Anpassungen
Interaktive Übungen

+ einfaches Teilen der Aufgaben per Link
– keine direkte Einsicht als Lehrkraft in die Ergebnisse
– keine Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung
Einfache Nutzung für
Schüler*innen und Lehrkräfte


+ für Schüler*innen ohne Login nutzbar
+ intuitive Nutzungsoberfläche
+ einfache Bedienung im Web und als App
– Lehrkraft muss sich Profil anlegen
Kosten

+ wegen Corona bis (vorerst) 07.04. kostenfrei
Fazit

+ umfangreiche und vielfältige Aufgaben
+ hohe Lernerfolge
– keine direkte Einsicht der Lehrkraft in die Ergebnisse (nur z.B. per Screenshot möglich)

02

Simpleclub

Simpleclub bietet Zugang zu Lernvideos, Übungsaufgaben und Zusammenfassungen mit individuellen Lernplänen für alle wichtigen Fächer ab Klasse 7.

Lerninhalte

+ viele Fächer / Klassenstufen
+ kurze Lernvideos
+ schülernahe Sprache
+ individuelle Lernpläne
– kein spezielles Format für Lehrer*inen
Interaktive Übungen


+ Lernerfolg nach Lernvideos durch Multiple-Choice Kurztests überprüfbar
– keine Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung
einfache Nutzung für
Schüler*innen und Lehrkräfte

+ für Schüler*innen flexibel nutzbar
+ intuitive Nutzungsoberfläche
+ einfache Bedienung im Web und als App
– keine separaten Zugänge für Lehrkräfte
Kosten


– wegen Corona bis 30.04. kostenfrei nutzbar
Fazit


+ Inhalte werden schülernah vermittelt
+ individuelle Lernpläne
+ hohe Lernerfolge
– keine Interaktion zwischen Schüler*innen und Lehrkraft

03

Quizlet

Quizlet bietet Zugang zu interaktiven Lernmaterialien, die innerhalb und außerhalb des Unterrichts nutzbar sind.

Lerninhalte

+ viele Fächer / Klassenstufen
+ Zugriff auf Inhalte von anderen Lehrkräften
+ variable Lernaktivitäten
Interaktive Übungen

+ einfaches Teilen der Aufgaben per Link
+ direkte Einsicht als Lehrkraft in Ergebnis
+ Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung
einfache Nutzung für
Schüler*innen und Lehrkräfte


+ für Schüler*innen ohne Login nutzbar
+ intuitive Nutzungsoberfläche
+ einfache Bedienung im Web und als App
Kosten

+ für Schüler*innen und Lehrer*innen kostenfrei nutzbar
– Nutzung aller Funktionen als Lehrkraft kostenpflichtig
Fazit

+ umfangreiche und vielfältige Lernaktivitäten
+ innerhalb und außerhalb des Unterrichts
+ Interaktion von Schüler*innen und Lehrkraft

04

Anton

Anton bietet Zugang zu Aufgaben, Übungen, Lernspielen und interaktiven Erklärungen für Deutsch, Mathe, Biologie, DaZ und Musik für Klasse 1-10.

Lerninhalte

+ viele Fächer / Klassenstufen
+ verschiedene Übungstypen
+ interaktive Lernaktivitäten
Interaktive Übungen

+ einfaches Teilen der Aufgaben
+ direkte Einsicht als Lehrkraft in Ergebnis
+ Möglichkeit der gemeinsamen Bearbeitung
+ motivierend durch Belohnungen
einfache Nutzung für
Schüler*innen und Lehrkräfte


+ für Schulklassen nutzbar
+ intuitive Nutzungsoberfläche
+ einfache Bedienung im Web und als App
Kosten

+ für Schüler*innen und Lehrer*innen kostenfrei nutzbar
Fazit

+ umfangreiche und vielfältige Lernaktivitäten
+ innerhalb und außerhalb des Unterrichts
+ Interaktion von Schüler*innen und Lehrkraft

05

Bettermarks

Bettermarks bietet Zugang zu digitalen Lehrbüchern und Übungsaufgaben im Fach Mathematik. Für die Klassen 4-10 können dort aktuelle Aufgaben zum jeweiligen Themengebiet bearbeitet werden. Durch eigene „Klassen“ können die Resultate jedes Schülers in der Klasse nachvollzogen werden.

Lerninhalte



+ verschiedene Übungsformate
+ verständliche Erklärungsvideos
+ umfangreiche unterstützende Lehrbücher
+ Chance zur individuellen Übung durch die Schüler*innen
– kaum individuellen Anpassungen
– nur Mathematik
Interaktive Übungen

+ einfaches Teilen der Aufgaben in der virtuellen Klasse
– direkte Einsicht (in Echtzeit) als Lehrkraft in die Ergebnisse
Einfache Nutzung für
Schüler*innen und Lehrkräfte


+ intuitive Nutzungsoberfläche
+ einfache Bedienung im Web und als App
– Lehrkraft und Schüler*innen müssen sich Profil anlegen
Kosten

+ wegen Corona bis (vorerst) 07.04. kostenfrei
Fazit

+ umfangreiche und vielfältige Aufgaben
+ hohe Lernerfolge
+ direkte Einsicht der Ergebnisse