Camp der Kulturen 2018

In den ersten beiden Wochen der Sommerferien, hat unser Camp der Kulturen am Barnim-Gymnasium täglich von 08:30 bis 16:00 Uhr stattgefunden. Wir eine bunt gemischt Gruppe von Kinder aus den umliegenden Grundschulen. Spielerisch sind die Teilnehmer*innen in Kulturen, Sprachen und Religionen eingetaucht. Nicht nur für die Schüler*innen, sondern auch für uns Schlaufüchse und die weiteren Helfer*innen war es neue Erfahrung. Wir haben wir miteinander und voneinander gelernt und dabei sehr viel Spaß gehabt.

Der erste Tag – Zeit für Kennenlernspiele
Wer hat schon einmal einen menschlichen Knoten gesehen? Wie kann man diesen Knoten denn auch noch lösen, ohne die Hände loszulassen? Wir haben es geschafft und sogar mit geschlossenen Augen. Wenn man mehrere Tage miteinander verbringt, aber aus ganz verschiedenen Schulen und Kulturen kommt, ist es wichtig, dass gleich zu Beginn die Barrieren abschafft, um miteinander zu lernen, zu leben und zu lachen.

Tag der religiösen Vielfalt
Gestartet haben wir mit einem Assoziations-ABC, bei dem die Schüler*innen zu einem Buchstaben im Alphabet, einen Begriff aufschreiben konnten, den sie mit Religion in Verbindung bringen. Gemeinsam ist eine vielfältige Sammlung an Ideen entstanden, die uns für den Rest des Tages motivierte. Wir haben uns einen Überblick über Feiertage, die christlichen Ursprungs sind und über Feste anderer Kulturen, wie das islamische Zuckerfest und das chinesisches Drachenbootfest, verschafft. In der kreativen Erarbeitungsphase haben alle einen großen Kalender als Andenken für Zuhause gebastelt, in den alle internationalen Feiertage eingetragen wurden.

Unsere Rallye durch den Tierpark
Am letzten Tag der ersten Woche unseres Camps der Kulturen hat das Schlaufuchsteam bei strahlendem Sonnenschein mit den Schüler*innen einen Ausflug in den Tierpark gemacht. Bis zum Mittag haben wir gemeinsam den Tierpark erkundet. Dabei sind wir bei den Eisbären, den Tigern und dem Streichelzoo vorbeigekommen. Danach haben wir nach einem gemütlichen Picknick eine Rallye gestartet, bei der die Schüler*innen in Kleingruppen jeweils 15 Fragen beantworten sollten. Es waren Fragen zum Tierpark und Fragen zu speziellen Details, die nur an dem einen oder anderen Schild an den Käfigen abzulesen waren. Nach der Rallye haben wir den Ausflug mit einer gemeinsamen Runde durch das Amphibienhaus abeschlossen und sind, nachdem wir dort die Krokodile und Alligatoren bestaunt haben, gemeinsam zur Schule zurückgefahren.

Selbstgekocht schmeckt am besten!
Die schulinterne Küche hatte dieses Jahr alle Kochtöpfe voll zu tun, die hungrigen Schüler*innen mit süßen Eierkuchen, selbstgekochter Tomatensauce mit Nudeln und verschieden belegter Pizza zu versorgen. Dabei hat sich unser Küchenteam für jede Vorliebe etwas einfallen lassen, ob vegetarisch oder Hähnchen- anstatt Schweinefleisch – für alle war etwas dabei! Am Ende waren alle zufrieden und gestärkt, um sich in den Pausen eine Runde Wikingerschach und Zeithasche zu spielen, oder einfach die Sonne auf dem Hof zu genießen.

Ein vielfältiger „Fremd“sprachentag – wie viel Sprache steckt in uns?
Neben der deutschen Sprache können die Teilnehmer*innen unseres Camps in Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Arabisch, Persisch, Russisch und Albanisch kommunizieren. Dieser Tag diente dem gemeinsamen Austausch über die Bedeutung dieser Sprachen und ihren Stellenwert für uns alle. Unsere Sprachen ermöglichen uns die Kommunikation mit anderen, sodass wir von dem Gegenüber etwas erfahren und die Geschichte verstehen können.

Mithilfe von Selbstporträts und einer eigenen Zuordnung haben sich die Teilnehmer*innen die jeweiligen Sprachen auf bestimmte Körperteile eine indirekte Auseinandersetzung mit der Rolle von Sprachen in ihrem Alltag vor Augen geführt. Alle konnten somit einen Teil ihrer Persönlichkeit und Identität vor den anderen vorstellen und auch Erfahrungen von anderen sammeln. Die Bilder der Teilnehmer*innen haben gezeigt, woher sie kommen, wo sie stehen und wohin sie noch wollen: Wir leben in einer globalisierten Welt, in der Individuen aus verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen zusammen leben.

Der letzte Tag – ein Abschied mit ganz viel Spaß!
Bei schönstem Sonnenschein haben die Schlaufüchse gemeinsam mit den Teilnehmer*innen das Umweltzentrum Kienbergpark in den Gärten der Welt einen Workshop zu Balance und Bewegung besucht. Direkt am Wasser haben wir versucht unsere Körper und Geister wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Durch die Schule, das Studium, die Arbeit und andere Einflüsse kann man schon einmal in Stress geraten, umso wichtiger ist es, Tipps und Tricks zu haben, um wieder mit neuer Energie zu starten. Schon in unserem Gesicht gibt es mehrere Ayurveda-Punkte, die uns in Verbindung mit bestimmten Sprüchen entweder entspannen oder ermutigen können.

Wie ist das alles möglich?
Durch die Zusammenarbeit von allen: die Finanzierung durch den Förderverein des Barnim-Gymnasiums, die Förderung der Schulleitung, die Kreativität der Schlaufüchse und natürlich die Begeisterung aller Schüler*innen für unsere Angebote.
Wir sind stolz auf die ausgefuchsten zwei Wochen des Camps der Kulturen am Barnim Gymnasium!